Synergy, bewegen Sie einfach die Maus von einem Bildschirm zum anderen

Einleitung:

Synergy ist ein kleines aber nützliches Tool, dass sich auch der Problematik annimmt, die ich bereits im Artikel über Stardock Multiplicity beschrieben habe mit dem Unterschied, dass es Open Source und plattformunabhängig ist. Das bedeutet dass dieses Tool quelloffen (jeder kann den Programmcode einsehen und bearbeiten/abendern) ist und auf Linux Windows und Mac OSX läuft.

Dieses Tool ist ehnlich aufgebaut wie Multiplicity, der Rechner an dem die Maus und die Tastatur angeschlossen ist, ist der Server und die anderen die Clients.

Hier geht es zum Download

Konfiguration des Servers:

Nach der Installation, bei der eig. nichts beachtet werden muss, bekommt man beim ersten öffnen des Programms eine Wizzard bei dem man angibt, ob es sich um einen Server oder einen Client handelt. Hier muss “Server (new setup)” ausgewählt werden.

dannach erscheint das standart  konfigurations Fenster in diesem ist dann der Haken bei “Server” gesetzt. Unterhalb dieser auswahl wird angezeigt, welche IP Adressen der Rechner besitzt und einen Button zum konfigurieren des Servers.

Um nun den Server einzustellen und und die Position sowie die erlaubnis der Clients zu konfigurieren muss auf den Button “Configure Server ..” geklickt werden. Hier öffnet sich jetzt ein Fenster mit 3 Registerkarten. Als erstes kümmern wir uns um den Reiter “Screens and links”. Hier kann einfach per Drag and Drop der Client an die passende Stelle gezogen werden.

Wenn wir nun unseren Client bildschirm von links oben un unser Feld gezogen haben, öffnet sich ein Konfigurations Fenster. In diesem müssen wir oben den Rechnernamen des Clients eintragen. Des weiteren können dann noch Tasten wie “Strg”, “Shift”, “Alt” und “Super” (Windows Taste) eine andere Funktion zugewiesen werden. Hier kann dann auch eine so genannte “Tote Ecke” bestimmt werden. Diese dient dazu, funktionen die beim anfahren einer Ecke (Gnome 3 linke obere Ecke zum öffnen des Menüs) auszuführen. Anderst würde die Maus auf den anderen Rechner springen und z.B. das Menü würde sich nicht öffnen. Bei dieser Option muss dann die Größe (in Pixel) und die Ecke ausgewählt werden. Zu dem können noch ein paar dem Entwickler bekannte sporadische Fehler in der Rubrick “Fixes” eingestellt werden.

Hat man dies konfiguriert, kann man dieses Fenster mit OK schließen und sich optional im Reiter “Hotkeys” ein paar Tastenkürzel selbsterklärend einbauen z.B. um mit “Strg” + “s” den Rechner zu switchen. Wer z.b. den Screensaver synchronisiert haben will, also dass der Screensaver auf allen Rechnern gleichzeitig einsetzt oder auf dem Server eine “Tote Ecke” benötigt, kann dies unter dem Reiter “Advanced server settings” einstellen.

Nach diesen konfigurationen kann man das Konfigurationsfenster mit “OK” verlassen und den Server mit “Start” starten. Nun können sich die angegebenen Clients auf dem Server verbinden.

Wer das Programm beim starten des Rechners starten will, den Port oder den Rechnername ändern will, kann dies im Hauptfenster unter “Edit” –> “settings” einstellen.

Konfiguration des Clients (hier Ubuntu 12.04):

Die Installation des Clients muss hier über den Download auf der Seite und einem Doppelklick auf die DEP Datei geschehen. Hier öffnet sich dann wieder wie gewohnt das Ubuntu Software Center und kann installiert werden. Nach der Installation öffnet sich wie beim Server ein Wizzard in dem nun “Client” ausgewählt werden muss. Hier muss nun lediglich unter “Edit” –> “settings” der gleiche name des Clients wie bei der Server Konfiguration eingetragen ist eintragen und im Feld “Server IP” die IP Adresse des Servers.

Wenn man nun auf  “Start” drückt verbindet sich der Client mit dem Server und man kann wie bei Multiplicity mit einer Maus und Tastatur mehrere Rechner steuern nur hier sind es nicht nur Windows Rechner sonder auch noch Linux und Mac.

 

Tastaturmodell bei Ubuntu anpassen:

Es kann sein dass wenn man als Client einen Ubuntu Rechner am laufen hat, das Tastaturmodell von der Fernsteuerung auf Englisch steht. Dies behebt man indem man im Terminal den folgenden Befehl eingibt.

Features:

  • Zwischenablage (nur Text) kann man zwischen allen Rechnern synchronisiert
  • “Tote Ecken” können eingestellt werden, um Funktionen nicht zu beeinträchtigen
  • Open Source und dadurch kostenlos
  • Plattform unabhänig (Linux / Windows / Mac)

Nachholbedarf:

  • Dateien können nicht per “Copy & Paste” zwischen den Rechnern verschoben werden
  • keine Passwort Authentifizierung beim verbinden der Clients

Resümee:

4,5 Punkte von 5

Alles in allem ist dies ein gelungenes kleines Tool dass einem das Leben erleichtern kann. Schön wäre es wenn man per “Copy & Paste” noch Dateien verschieben könnte allerdings kann man hinsichtlich der Platformunabhängigkeit und des Preises ( 0€ ) auf diese Feature auch noch verzichten. Vielleicht wird es ja bald von den Entwicklern implementiert.

Stardock Multiplicity: eine Maus, eine Tastatur, zwei PCs

Einleitung:

Irgendwann kommt einem der Gedanke, dass man um seine Daten zu schützen lieber einen PC hätte mit dem man im Internet surft und einen mit dem man seine Daten verwaltet und bearbeitet. Alles kein Problem, man schafft sich einen 2. Rechner an, sucht sich einen Platz für den 2. Bildschirm auf dem Schreibtisch doch was machen mit der 2. Tastatur und der 2. Maus? Entweder man legt beide Mäuse und Tastauren neben bzw. übereinander, wo man dann permanent die falsche erwischt und dann eine Dateikonvertierung oder ein Download der schon seit stunden läuft abbricht oder man kauft sich einen KVM Switch in dem man die ganze Zeit hin und her schalten darf, wenn man sehen will wie weit der andere Rechner ist. Genau vor diesem Problem stand ich auch. Ich hatte einen Laptop auf dem ich arbeiten wollte und noch einen Rechner auf dem ich Programme testen wollte um den Laptop nur zu vermüllen. Wie gerade beschrieben, erwischte ich immer die falsche Tastatur oder klickte mit meiner Maus auf Schaltflächen die ich gar nicht klicken wollte. Deshalb suchte ich etwas im Internet und fand das Programm Multiplicity von Stardock dies versprach mir genau die Probleme zu beheben, die ich hatte und als Bonus noch eine copy/paste Netzwerk Datenübertragung zu ermöglichen.

Installation und Konfiguration:

Kurzerhand Downloadete ich die Testversion und installierte sie auf beiden Rechnern. Nach der Installation öffnet sich sofort das Konfigurationsmenü.

Als erstes konfigurierte ich meinen PC als Secondary und musste hierfür lediglich ein Passwort für die Verbindung angeben.

Als nächste konfigurierte ich meinen Laptop.

Hier wählte ich meinen Laptop als Primary aus und klickte auf weiter.

Dann musste ich noch die Daten (IP Adresse und Passwort) eingeben und schon wurden beide Rechner miteinander verbunden.

Funktions- und Programmtests:

Was gleich als erstes auffällt, ist dass man schnell zwischen den Bildschirmen (Rechnern) hin und her switchen kann. Einfach vom linken auf den rechten Bildschirm mit der Maus fahren und schon ist man auf dem anderen Rechner. Weiterhin kann man einstellen, dass der nicht aktive Bildschirm (Rechner) abgedunkelt wird und dass man die Rechner nur mit einem Tastenkürzel oder den Navigationsmaustasten (Maustaste 4 und 5) wechseln kann. Eine weitere schöne Funktion biete “Automatically lock the mouse when a fullscreen app is running”  die es ermöglicht, die Maus auf den Bildschirm zu halten, wenn man eine Fullscreen Anwendung startet z.B. ein Spiel. Wie vorhin bereits angesprochen, kann man mit dem Menüpunkt “Enable clipboard sharing” in der Standartversion Texte und Bilder in der Zwischenablage zwischen den beiden Rechnern hin und her kopieren und in der Pro Version sogar ganze Dateien und Ordnerstrukturen.

Resümee:

Alles in allem ein sehr gelungene Anwendung die das Leben bedeutend leichter macht. Abzüge hierfür gibt es lediglich dafür, dass die Anwendung nur auf Englisch ist und keine weiteren Sprachen unterstützt werden. Auch über den Preis von 29$ für die Standard Version und 49$ für die Pro Version lässt sich streiten ob dies zu hoch angesetzt ist oder vertretbar. Am Anfang auch etwas nervig ist, dass wenn man am Rand zum Anderen Bildschirm arbeitet schnell mal auf den Anderen Rechner switcht. Allerdings kann man um dies zu verhindern auch einfach das switchen per “Hockeys” einstellen.