Offlineverfügbarkeit für einzelne Freigaben deaktivieren unter Windows Server

In Windows gibt es die Option Netzlaufwerke bzw Unterordner Offline Verfügbar zu machen. An sich ist dies eine schöne Sache da Personen so ihre Daten auch ohne Verbindung zum Netzwerk benutzen können. Andererseits kann dies aber auch zu Problemen führen wenn an Dateien Änderungen statt finden und bei der Synchronisation somit mehrere verschiedene Stände vorliegen. Diese Konflikte müssen meist von Hand gelöst werden. Auch ist zu bedenken das Standardmäßig die Dateien auf dem Client unverschlüsselt abgelegt werden Falls die Festplatte nicht verschlüsselt ist. Deshalb gibt es die Möglichkeit für Shares das Offline Verfügbar machen zu verbieten.

Auf dem File Server wechselt man dazu in den Server-Manager. Dort befindet sich unter Rollen die Dateidienste. Im Unterpunkt Freigabe- und Speicherverwaltung werden sämtliche Shares angezeigt. Dort klickt man das entsprechende Share an und wählt Eigenschaften.

eigenschaften

 

Unter dem Butten Erweitert… und dem Reiter Zwischenspeichern lassen sich nun die Offline Einstellungen für das Share bearbeiten.

erweitert

 

Dort gibt es die Option:

Keine Dateien oder Programme der Freigabe sind offline verfügbar.

Bei dieser Option wird verhindert, dass das Feature Offlinedateien auf den Clientcomputern Kopien von den Dateien und Programmen im freigegebenen Ordner erstellt.

PEM zu PFX Zertifikat konvertierung unter Windows nicht notwendig

Wer einen Exchange Server betreibt und in der Exchange Management Console ein Zertifikat importieren möchte wird sehen das die Konsole nur PFX Zertifikate akzeptiert. Oftmals liegen aber die Zertifikate in PEM vor. Aber auch diese sind kein Problem zu importieren. Es muss nur anders importiert werden.

Dazu einfach Start und Ausführen klicken.
Im Anschluss mmc.exe eingeben und ausführen.

Dann auf Datei und Snap-In hinzufügen/entfernen…

mmc

 

Zertifikate auswählen und auf Hinzufügen gehen.
Das Computerkonto auswählen und auf Weiter und anschließend das lokale Computerkonto auswählen und ebenfalls auf Weiter.

Unter Eigene Zertifikate wechseln und mit der rechten Maustaste in die rechte freie Fläche klicken.

zert

 

Auf Alle Aufgaben und Importieren… wählen.

import

 

In den folgenden Fenstern kann nun das PEM Zertifikat ausgewählt werden. Im Anschluss ist dieses auch in der Exchange Konsole zu sehen und kann dort für die entsprechenden Dienste genutzt werden.

Datenverlust – Festplatten verlieren mit der Zeit Dateien

In dem heutigen Blogeintrag will ich mich mit einem Thema befassen das den meisten nicht bekannt is..

Festplatten können Dateien, wie z.B. Bilder oder Videos, mit langer Lagerung zerstören.

Allen ist bekannt dass eine Festplatte mit der zeit mal kaputt geht und man seine Dateien von Zeit zu Zeit auf einem anderen Medium (Externe Festplatte, CD oder USB Stick) sichern sollte. Diese Sicherungen sind auch sehr wichtig und wertvoll denn oft kann man defekte Festplatten nur mit viel Aufwand oder hohem Geldeinsatz reparieren bzw. die Daten retten. Ein ganz anderes Problem ist der Verlust der Magnetisierung auf den Spindeln einer Festplatte.

Wie funktioniert eine Festplatte?

Um dieses Problem zu erklären, schweife ich ein wenig aus und erkläre erst einmal wie eine Festplatte aufgebaut wird und arbeitet. Ein Bild einer Festplatte von innen hat bestimmt jeder schon einmal gesehen. dort sind mehrere aufeinander liegende Silberne scheiben und ein Schieber der auf allen platten hin und her fahren kann.

Festplatte

An der Spitze dieses Schiebers oder Läufers sitzt ein kleiner Elektromagnet. Mit diesem Magneten können kleine bereiche, so genannte Sektoren  auf der Festplatte geschrieben und ausgelesen werden. In diese Sektoren werden die Dateien gespeichert. Hierzu wird die Datei aufgeteilt in eine für den PC lesbare Größe, so genannte Bits.  Ein Bit kann lediglich 2 Zustände haben, 1 oder 0. Dies wird dann via Magnetismus auf der Spindel festgehalten. Ist ein Bit plus Magnetisiert entspricht es dem Wert 1 und ist ein Bit minus Magnetisiert entspricht es dem Wert 0.

Wenn wir jetzt z.B. ein schönes Urlaubsbild auf unserer Festplatte abspeichern werden hier die einzelnen Bits dieser Datei abgelegt. Das Bild liegt dann auf unserer Festplatte als eine ganze Anhäufung von 0 und 1 bzw. kleinen Bereichen die minus bzw. plus Magnetisiert wurden.

Welche Probleme können hierbei entstehen?

Dem einen oder anderen ist jetzt vielleicht schon ein Problem aufgefallen. Genau, was passiert wenn eine Magnetisierung nicht mehr stark genug ist, dass sie als ein plus oder minus erkannt wird? Die Antwort ist ziemlich simpel. Wenn es eine kleine Menge an Bits sind ist es noch zu verkraften allerdings wenn es bestimmte oder zu viele sind werden die Dateien zerstört.

Dieses Phänomen lässt sich leider erst erkennen, wenn es zu spät ist. Man sieht es wenn Bilder ab einem bestimmten Punkt nicht mehr angezeigt werden oder Filme mitten drin plötzlich stocken und ein Teil fehlt, bzw. sich die Bilder etwas überlagern.

Intaktes Bild

Dies ist das intakte Bild.

Defektes Bild

Und dies ist das Bild mit Speicher schaden.  Wie deutlich zu sehen ist wird der Defekte Teil des Bildes grau angezeigt. Leider können ein Großteil der Dateien nicht wieder repariert werden.

Wie schützt man sich gegen diese Datenverlust?

Viele Firmen und Hersteller von Backup Software erklären uns, dass wenn man regelmäßig Backups seiner Dateien macht diese Geschützt sind. Dies stimmt für alle Probleme die mit einem Hardware Defekt der Festplatte oder ein Formatieren der Festplatte zu tun haben. Leider nicht bei dem hier benannten Problem. Da dieses auflösen der Magnetisierung  sich schleichend abspielt, merkt unser System nicht wenn einzelne Bits und später ganze Bytes verloren gehen. Ein Backup hilft hierbei leider auch nicht. Da bei einem Backup nur die Momentan vorhandenen Datensätze weggeschrieben werden. Das bedeutet wenn eine Datei 1 oder 2 Byte weniger hat hat sie diese auch im Backup.

Momentan weis ich genau drei Möglichkeiten wie man sich vor diesem Defekt schützen kann.

1. Speichern in der Cloud.

Möglich aber wie schon so soft durchgekaut muss es jeder selbst wissen, ob er einem meist amerikanischen Konzern, seine Dateien unverschlüsselt preisgibt.

2. Speichern auf einer NAS

Eine NAS ist eine Netzwerk-festplatte. Sie wird in das eigene Heimnetz eingehängt und kann über das Netzwerk angesprochen werden. Hier ist darauf zu achten, dass die NAS mindestens platz für 3 Festplatten bietet und die Funktion RAID 5 oder 6. Dies ist wichtig, da erst ab einem Raid 5 bzw 6 die Daten 2 fach abgespeichert werden und zwar so, dass das System selbständig Fehler erkennen und ausbessern kann. Diese Lösung ist sehr gut, da hier auch Ausfälle von Festplatten abgedeckt ist. Allerdings kostet so eine NAS mit Festplatten mal gerne 500€ aufwärts.

3. Tools

Hier habe ich lediglich ein Tool gefunden, dass sich mit dieser Problematik beschäftigt. HDDCare heißt dieses kleine Tool. Es ist momentan noch in einer Anfangsphase (Alpha) wird aber permanent weiter entwickelt. Des weiteren ist es Open Source. Dies bedeutet die Entwickler veröffentlichen den Quellcode und bieten Ihr Programm kostenfrei an. Diese Methode ist für alle zu empfehlen die keine 500€ für eine NAS ausgeben möchten und Ihre privaten Bilder und Dateien ungern großen Firmen in die Hand geben.

Schützen mit HDDCare

Da es momentan noch keine richtige Anleitung gibt, wie man HDDCare einsetzt, möchte ich hier dieses Programm etwas näher beschreiben.

Die neuste Version von HDDCare kann auf SourceForge heruntergeladen werden.

https://sourceforge.net/projects/hddcare/

Leider existiert noch kein Installer für dieses Tool. Nachdem wir es gedownloaded haben müssen wir die Dateien entpacken und abspeichern. Wo wir diese Dateien abspeichern ist egal.

HDDCare

Man Sieht als erstes ein recht leeres Feld auf dem zwei Buttons angebracht sind. Mit dem einen (Ordner hinzufügen) können Ordner ausgewählt werden bei denen der Schutz angewendet werden soll und mit dem anderen kann das Programm konfiguriert werden.

Wir wenden uns erst einmal den Einstellungen zu.

Einstellungen

Hier können 6 Sachen eingestellt werden. Die Zeit, wie lange es dauert bis die erste bzw. zweite Erinnerung angezeigt wird. Dies hat auch zur Folge, ab wann der Status des Ordners auf gelb bzw. rot wechselt. Als nächstes kann eingestellt werden in welchem Intervall das kleine Popup recht unten erscheinen soll, wenn eine Festplatte gelb oder rot ist. Es kann auch eingestellt werden ob das Tool beim Login automatisch gestartet werden soll. Dies ist erforderlich wenn man die Lagerschaden vorsorge automatisch starten soll. Zu guter letzt kann noch eingestellt werden in welcher Sprache das Programm angezeigt werden soll.

Es ist zu empfehlen die Erinnerungs-Zeiträume nicht zu verändern. Wenn die kleinen Popups jemanden stören können diese auch mit dem wert 0 ausgeblendet werden.

Nachdem wir die Einstellungen mit Speichern und schließen wieder geschlossen haben, wollen wir mal einen Ordner schützen.

Hierfür klicken wir auf den Button „Ordern hinzufügen“ es öffnet sich ein Auswahlfenster mit dem wir zu unserem Order navigieren. Auch Unterorder werden hierbei geschützt.

Ordnerauswahl

Der Ordner wir mit OK bestätigt. Daraufhin sehen wir im Hauptfenster einen rote rote Festplatte mit der Aufforderung die Lagerschaden vorsorge baldmöglichst auszuführen.

HDDCare

Diese Vorsorge können wir händisch anstoßen, indem wir auf die Festplatte klicken und in den Ordnereigenschaften auf „Lagerschaden vorsorge ausführen“ drücken.

Ordnereigenschaften

Dieser Vorgang kann, je nach Ordnergröße, bis zu mehreren Stunden benötigen. Allerding müssen wir dieses Fenster während dieser Zeit nicht offen halten. wir können die Ordereigenschaften mit dem X beenden und das Programm minimieren. Um das Programm zu öffnen müssen wir auf das kleine Icon in der Symbol-leiste von Windows doppelt klicken.

Wenn die Lagerschaden vorsorge fertig ist wird dies entweder über ein kleines Popup angezeigt.

Ordnereigenschaften

Solange die Lagerschaden vorsorge läuft können wir in den Ordnereigenschaften verfolgen, welche Datei gerade geschützt wird.

Um einen Ordner nicht mehr zu schützen, klicken wir einfach in den Ordnereigenschaften auf „Ordner nicht mehr schützen“.

Wenn alles durchgelaufen ist, strahlt uns eine grüne Festplatte im Hauptfenster zu.

HDDCare

Wenn wir in den Einstellungen den automatischen Schutz aktivieren, startet HDDCare die Lagerschaden vorsorge automatisch wenn der erste Benachrichtigens-Zeitraum erreicht ist.

 

Synergy, bewegen Sie einfach die Maus von einem Bildschirm zum anderen

Einleitung:

Synergy ist ein kleines aber nützliches Tool, dass sich auch der Problematik annimmt, die ich bereits im Artikel über Stardock Multiplicity beschrieben habe mit dem Unterschied, dass es Open Source und plattformunabhängig ist. Das bedeutet dass dieses Tool quelloffen (jeder kann den Programmcode einsehen und bearbeiten/abendern) ist und auf Linux Windows und Mac OSX läuft.

Dieses Tool ist ehnlich aufgebaut wie Multiplicity, der Rechner an dem die Maus und die Tastatur angeschlossen ist, ist der Server und die anderen die Clients.

Hier geht es zum Download

Konfiguration des Servers:

Nach der Installation, bei der eig. nichts beachtet werden muss, bekommt man beim ersten öffnen des Programms eine Wizzard bei dem man angibt, ob es sich um einen Server oder einen Client handelt. Hier muss „Server (new setup)“ ausgewählt werden.

dannach erscheint das standart  konfigurations Fenster in diesem ist dann der Haken bei „Server“ gesetzt. Unterhalb dieser auswahl wird angezeigt, welche IP Adressen der Rechner besitzt und einen Button zum konfigurieren des Servers.

Um nun den Server einzustellen und und die Position sowie die erlaubnis der Clients zu konfigurieren muss auf den Button „Configure Server ..“ geklickt werden. Hier öffnet sich jetzt ein Fenster mit 3 Registerkarten. Als erstes kümmern wir uns um den Reiter „Screens and links“. Hier kann einfach per Drag and Drop der Client an die passende Stelle gezogen werden.

Wenn wir nun unseren Client bildschirm von links oben un unser Feld gezogen haben, öffnet sich ein Konfigurations Fenster. In diesem müssen wir oben den Rechnernamen des Clients eintragen. Des weiteren können dann noch Tasten wie „Strg“, „Shift“, „Alt“ und „Super“ (Windows Taste) eine andere Funktion zugewiesen werden. Hier kann dann auch eine so genannte „Tote Ecke“ bestimmt werden. Diese dient dazu, funktionen die beim anfahren einer Ecke (Gnome 3 linke obere Ecke zum öffnen des Menüs) auszuführen. Anderst würde die Maus auf den anderen Rechner springen und z.B. das Menü würde sich nicht öffnen. Bei dieser Option muss dann die Größe (in Pixel) und die Ecke ausgewählt werden. Zu dem können noch ein paar dem Entwickler bekannte sporadische Fehler in der Rubrick „Fixes“ eingestellt werden.

Hat man dies konfiguriert, kann man dieses Fenster mit OK schließen und sich optional im Reiter „Hotkeys“ ein paar Tastenkürzel selbsterklärend einbauen z.B. um mit „Strg“ + „s“ den Rechner zu switchen. Wer z.b. den Screensaver synchronisiert haben will, also dass der Screensaver auf allen Rechnern gleichzeitig einsetzt oder auf dem Server eine „Tote Ecke“ benötigt, kann dies unter dem Reiter „Advanced server settings“ einstellen.

Nach diesen konfigurationen kann man das Konfigurationsfenster mit „OK“ verlassen und den Server mit „Start“ starten. Nun können sich die angegebenen Clients auf dem Server verbinden.

Wer das Programm beim starten des Rechners starten will, den Port oder den Rechnername ändern will, kann dies im Hauptfenster unter „Edit“ –> „settings“ einstellen.

Konfiguration des Clients (hier Ubuntu 12.04):

Die Installation des Clients muss hier über den Download auf der Seite und einem Doppelklick auf die DEP Datei geschehen. Hier öffnet sich dann wieder wie gewohnt das Ubuntu Software Center und kann installiert werden. Nach der Installation öffnet sich wie beim Server ein Wizzard in dem nun „Client“ ausgewählt werden muss. Hier muss nun lediglich unter „Edit“ –> „settings“ der gleiche name des Clients wie bei der Server Konfiguration eingetragen ist eintragen und im Feld „Server IP“ die IP Adresse des Servers.

Wenn man nun auf  „Start“ drückt verbindet sich der Client mit dem Server und man kann wie bei Multiplicity mit einer Maus und Tastatur mehrere Rechner steuern nur hier sind es nicht nur Windows Rechner sonder auch noch Linux und Mac.

 

Tastaturmodell bei Ubuntu anpassen:

Es kann sein dass wenn man als Client einen Ubuntu Rechner am laufen hat, das Tastaturmodell von der Fernsteuerung auf Englisch steht. Dies behebt man indem man im Terminal den folgenden Befehl eingibt.

setxkbmap de

Features:

  • Zwischenablage (nur Text) kann man zwischen allen Rechnern synchronisiert
  • „Tote Ecken“ können eingestellt werden, um Funktionen nicht zu beeinträchtigen
  • Open Source und dadurch kostenlos
  • Plattform unabhänig (Linux / Windows / Mac)

Nachholbedarf:

  • Dateien können nicht per „Copy & Paste“ zwischen den Rechnern verschoben werden
  • keine Passwort Authentifizierung beim verbinden der Clients

Resümee:

4,5 Punkte von 5

Alles in allem ist dies ein gelungenes kleines Tool dass einem das Leben erleichtern kann. Schön wäre es wenn man per „Copy & Paste“ noch Dateien verschieben könnte allerdings kann man hinsichtlich der Platformunabhängigkeit und des Preises ( 0€ ) auf diese Feature auch noch verzichten. Vielleicht wird es ja bald von den Entwicklern implementiert.